Episode #33: Nicolas Jaar (Liveset)

Im englischsprachigen Raum (jaja, verdammte Anglizismen) gibt es den Begriff “shameless plug”, welcher Verwendung findet, wenn jemand ganz dreist und aus dem Kontext herausgelöst Werbung (meist für sich selbst oder etwas “Eigenes”) platziert und damit als Reaktion eher Negatives erntet, weil er enttarnt wird. Jetzt stehen wir aber gerade hier und das, was jetzt kommt ist weder was “Eigenes”, noch hoffe ich, dass die Reaktion hierauf negativ ausfällt. Lange Rede, kurzer Sinn: Ich verbreite seit Wochen nun schon (wo immer ich nur die Gelegenheit dazu bekomme) den Namen dieses Jungen Spundes hier – Amerikaner, New Yorker genau gesagt. Verwandt mit Labels wie Wolf + Lamb, Crosstown Rebels, Circus Company und wie sie nicht alle heissen.

Und wieder weichen wir von dem eigentlichen Prinzip der kleinen Melodie ab, welches so langsam immer weniger Prinzip wird. Nicolas Jaar ist weder aus unserer Umgebung, noch ist er ein persönlicher Freund (auch wenn ich sicher einen roten Teppich für den Kerl ausrollen würde, wenn ich ihn an der Tanke treffe).

Und der Grund, warum wir das hier machen ist am Ende so einfach und schlagkräftig, dass es eine Frechheit wäre, NICHT über Ihn zu schrieben: Nicolas Jaar ist ein wahnsinnig talentierter und musikoffener Mensch – der Kerl ist mit seinen 19 Jahren so verdammt souverän und treffsicher, dass es auf keine Kuhhaut passt. Ich möchte behaupten, dass mich seit Jahren kein Set und keine Musikauswahl so bewegt hat wie das, was wir euch als heutige Episode wärmstens ans Herz legen wollen.

Die heutige Episode ist ein Liveset aus der kürzlich geschlossenen Berliner Bar25, und enthält in der ersten hälfte ein von Nicolas live gespieltes Set (angereichert mit live gespielten Instrumenten und Vocals aus dem Publikum) und in der zweiten hälfte einigen Tracks und Edits von ihm. Das hier ist nicht das 0815 Set, dass man für gewöhnlich aus einem Berliner Club erwartet. Vielleicht wird es einige sogar abturnen, weil es teilweise schön langsam vor sich her schaukelt, das Tempo wechselt und Elemente aus Jazz, Soul und 80ies verbindet. Vielleicht, vielleicht auch nicht. Weil es nämlich abseits von lautem Club-Krach und typischem 4/4 Gerumse hier ganz anders zugeht, mit Gefühl, Liebe und ganz viel “souveränität”…

Wir hoffen sehr, dass euch dieses Set genauso mitnimmt wie uns und wir freuen uns sehr, wenn ihr es weiter verbreitet und alle Leute um euch herum an diesem kleinen Ausschnitt toller Musik teilhaben lasst. Lasst uns wissen, was ihr denkt (Facebook, Kommentar-Funktion, was auch immer – eure Meinung würde mich persönlich sehr interessieren).

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